LinkedIn Algorithmus 2022

von | 17.03.2022 | LinkedIn

LinkedIn Algorithmus Smartphone

Den LinkedIn Algorithmus zu beherrschen, ist auch im Jahr 2022 einfacher als Sie denken.

Seit unserem letzten Update hat sich einiges verändert, doch bleibt LinkedIn weiterhin eine der wichtigsten Plattformen für Fachleute und digitale Vermarkter. Es ist eine clevere Möglichkeit, sich mit anderen zu vernetzen, geschäftlich zusammenzuarbeiten, Produkte und Dienstleistungen zu präsentieren usw.

Wie Sie den Algorithmus ganz einfach für sich nutzen können, um mehr Sichtbarkeit und eine größere Reichweite zu generieren, erfahren Sie hier!

Für wen lohnt sich LinkedIn?

Auf LinkedIn sind mittlerweile über 800 Millionen User unterwegs. Das Businessnetzwerk wächst Tag für Tag und gewinnt immer mehr an Bedeutung, ganz besonders im B2B-Bereich. Allein im letzten Jahr sind mehr als eine Million neue Mitglieder in der DACH-Region hinzugekommen, sodass die Zahl der User in dieser Region sich nun auf mehr als 17 Millionen Mitglieder beläuft.

LinkedIn eignet sich also hervorragend für Unternehmen sowie Privatpersonen zur beruflichen Vernetzung, Jobsuche und zum Recruiting. Durch die hohe Anzahl an Mitgliedern und die cleveren Ads, kann man sehr leicht Kontakte mit interessierten Personen knüpfen, Kunden finden oder selbst Kunde werden. Von Recruiting bis Marketing – auf LinkedIn bieten sich viele Möglichkeiten, sodass für jeden in der Berufswelt das Richtige dabei ist.

Doch wie genau schaffen Sie es, diese Fülle an Möglichkeiten für sich zu nutzen? Dafür sollten Sie einen genauen Blick auf den aktuellen LinkedIn Algorithmus werfen.

Wie funktioniert der LinkedIn Algorithmus 2022?

Grundsätzlich gibt es 4 Checkpoints, die der LinkedIn Algorithmus betrachtet:

1. Checkpoint: Content und Qualität

Zuerst sortiert der Algorithmus schlechte Inhalte und Spam aus. Qualitativ hochwertige Inhalte werden weitergeleitet.

2. Checkpoint: Interaktionen

Nach bestandener Qualitätsprüfung wird der Beitrag im Feed angezeigt, allerdings nur vorübergehend. Der Algorithmus untersucht an dieser Stelle, wie deine Kontakte mit dem Content interagieren. Wenn er geliked, geteilt und kommentiert wird, bekommt er mehr Reichweite. Wird er allerdings als Spam markiert oder ausgeblendet, wird der Content nur noch eingeschränkt angezeigt.

3. Checkpoint: Profil und Netzwerk

Neben Ihren Beiträgen schaut der Algorithmus sich auch Ihr Profil und das dazugehörige Netzwerk an. Spaminhalte und Spamprofile versucht er zu erkennen und entfernt diese. Wenn alles zusammenpasst, ergibt das ein realistisches Bild und alles ist in Ordnung. Falls es ein Problem gibt, bekommen Sie weniger Reichweite.

4. Checkpoint:(menschliche) Überprüfung

Zuletzt steht auch noch eine menschliche Überprüfung an. Viele andere soziale Netzwerke sparen sich diesen Schritt, nicht aber LinkedIn. Redakteure werfen einen Blick auf Ihren Beitrag. Sie versuchen herauszufinden, warum dein Beitrag relevant ist, um diese Informationen in den Algorithmus zu integrieren. Dadurch lernt er und entwickelt sich stetig weiter.

Wie wird die Reichweite vom LinkedIn Algorithmus berechnet?

Die Basis für den Algorithmus bieten also die vier Checkpoints. Aus ihnen berechnet der Algorithmus dann auch die Reichweite eines Postings anhand einer einfachen Formel:

Interaktionen* × Verweildauer × Relevance Score × Posting Format = Reichweite

*(Reichweite, Shares, Kommentare) 

Rein mathematisch gilt es jetzt, die Formel so mit Zahlen zu füllen, dass das Produkt der Reichweite später besonders hoch ist. Aber wie genau geht das? Und dann noch möglichst kostenlos und organisch? Im folgenden erfahren Sie, wie Sie diese Formel praktisch anwenden können.

Wie können Sie die Reichweite maximieren?

Die Idee klingt so einfach: Viele Interaktionen, lange Verweildauer! Doch wie genau schaffen Sie das? Mit einigen Tricks ist das ganz einfach. 

Der LinkedIn Algorithmus ist also besonders ausgeklügelt und lernt immer weiter dazu. Man kann ihn allerdings so beeinflussen, dass er zu Ihrem Vorteil arbeitet. Dazu haben wir 6 praktische Tipps gesammelt

1. Themenwahl

Beachten Sie, dass LinkedIn ein Netzwerk ist, um sich beruflich zu vernetzen, nicht um lustige Katzenvideos zu sehen oder Ihr Abendessen zu posten (außer Sie sind Koch und wollen Ihre neuste Kreation vorstellen).

Beiträge sollten thematisch in Ihren beruflichen, bzw. professionellen Kontext passen. So erreichen Sie auch interessiertes und qualifiziertes Publikum.

Wenn Sie sich unsicher sind, was Ihr Netzwerk interessiert, können Sie Ihre Unternehmensseite einer Analyse unterziehen. Hier finden Sie Statistiken zur Branche, in der Ihre Follower arbeiten.

Alternativ können Sie auch Nischenthemen thematisieren. Diese erhalten zwar weniger Aufmerksamkeit, aber weisen ein höheres Engagement als wiederkehrende Posts auf, die täglich tausendfach gepostet werden.

2. Qualität und Quantität

Betrachten Sie Ihren Content aus der Perspektive Ihrer Zielgruppe. Er sollte interessant zu lesen sein und einen Mehrwert bieten. Hochwertige und informative Bilder oder Videos untermauern dienen diesem Zweck ebenso wie Links zu weiterführenden Beiträgen.

Wenn ihre Beiträge Interaktionen hervorrufen, ist das ein Zeichen dafür, dass sie etwas richtig machen. Sagen Sie Ihre Meinung, stellen Sie Fragen, starten sie Umfragen oder sprechen Sie eine Person einfach direkt an. Je mehr Interaktionen ein Beitrag aufweist, desto besser bewertet der Algorithmus ihn.

LinkedIn Algorithmus Networking Vernetzen

3. Das richtige Timing

Auch wenn Ihr Thema noch so gut ist und sowohl qualitativ als auch quantitativ den richtigen Nerv trifft, können Sie durch das richtige Timing schnell und einfach viel Reichweite bekommen. Doch wann ist diese “Golden Hour”?

Grundsätzlich ist das der Zeitpunkt, an dem sich die meisten User Ihres Netzwerks auf der Plattform befinden. Das kann sowohl von Tag zu Tag als auch von Branche zu Branche unterschiedlich sein. Finden Sie heraus, wann für Sie persönlich der beste Zeitpunkt ist, und posten Sie in diesem Fenster. Üblicherweise gelten in Deutschland die Zeiträume von 8 bis 12 Uhr und von 16 bis 18 Uhr als empfehlenswert.

Wichtig: Der LinkedIn Algorithmus mag “natürliche” Posts lieber als geplanten Content. Wenn Sie Ihre Inhalte jeden Tag exakt zur selben Uhrzeit veröffentlichen, kann es sein, dass Ihre Beiträge mit der Zeit an Relevanz verlieren. Um dieses Risiko zu umgehen, sollten Sie zumindest für minimale Abwechslung innerhalb Ihres zeitlichen Rahmens sorgen.

4. Professionalität und Emotionen

Bei all der Professionalität sollten Sie nicht die Emotionen vergessen. Es geht um Kommunikation zwischen Menschen. Quasi virtuelles Networking – Dabei spielen auch Emotionen eine Rolle, besonders wenn es um Interaktionen und Engagement geht.

Wecken Sie durch persönliche Beiträge die Emotionen Ihrer Leser. Dazu eignen sich persönliche Erfahrungsberichte oder Learnings, die Sie auf Ihrem Weg mitnehmen konnten. Geben Sie Ihrer Community einen Einblick in Ihren persönlichen Werdegang oder Erfolge.

Manchmal funktionieren sogar Misserfolge, wenn Sie erklären können, inwiefern Sie aus Ihnen lernen konnten. Seien Sie damit aber sparsam. Zu viele Misserfolge stellen Ihre Professionalität in Frage.

5. Hashtags und Erwähnungen

Durch Hashtags ordnen Sie Ihre Posts einer Kategorie zu. Generell sollten Sie eher spezifische, statt generische Hashtags verwenden. Verwenden Sie je Beitrag etwa 3-5 gezielte Hashtags.

Neben Hashtags spielen auch Erwähnungen eine wichtige Rolle. So können Sie Personen oder Unternehmen markieren. Oftmals interagiert die erwähnte Person auch mit Ihnen oder teilt den Beitrag sogar. Setzen Sie Erwähnungen allerdings nur gezielt ein, denn hier gilt: weniger ist mehr!

6. Strategische Erweiterung

Wenn Sie mehr Kontakte haben, lesen auch mehr Leute Ihre Beiträge. Logisch! So schaffen Sie sich mehr Reichweite und natürlich auch mehr Engagement.

Dazu können Sie in relevante LinkedIn-Gruppen eintreten und sich an Diskussionen beteiligen. Vernetzen Sie sich aktiv mit interessanten Leuten und pflegen Sie ihr Profil angemessen.

Interagieren Sie auch mit Ihren vorhandenen Kontakten. Das funktioniert ganz nach dem Motto “Eine Hand wäscht die andere”. Wenn Sie Beiträge kommentieren, liken und teilen, revangieren sich Ihre Kontakte.

LinkedIn Algorithmus nutzen verwenden Interaktionen Likes Shares Kommentare Teilen

Nutzen Sie jetzt den LinkedIn Algorithmus 2022!

Nachdem Sie nun wissen, wie der LinkedIn Algorithmus theoretisch funktioniert, müssen Sie ihr Wissen nur noch in die Tat umsetzen. Durch unsere Erfahrung wissen wir genau, worauf Sie achten müssen, um dieses System für sich zu nutzen.

Ganz besonders für B2B-Unternehmen lohnt sich der Schritt LinkedIn aktiv zu nutzen und neue Kontakte zu knüpfen. Doch bietet diese Plattform Ihnen noch weitere Möglichkeiten. Von Marketing bis Recruiting – Mit LinkedIn erreichen Sie zielgerichtet interessiertes Publikum.

Wenn auch Sie diese Chance nicht verpassen möchten, Vereinbaren Sie gerne ein unverbindliches Beratungsgespräch mit unseren Experten!